Chorreisen
Unser Chor veranstaltet nicht nur in Nürnberg Konzerte, sondern geht auch gerne auf Reisen und trägt dort seine Konzerte vor. Reisen finden in unregelmäßigen Abständen, ungefähr einmal in 1-2 Jahren statt.
Hier erhalten Sie weitere Informationen und Eindrücke zu jeder unser einzelnen Reisen.
Istanbul: Am Schnittpunkt von Orient und Okzident
Auf den beiden Kontinenten Europa und Asien gelegen, ist Istanbul einer der wenigen Orte auf der Welt, an dem das Klischee der "Brücke zwischen den Kulturen" keine leere Phrase ist – der Übergang von "westlich" zu "östlich" ist tatsächlich oft nur eine Fährfahrt von wenigen Minuten entfernt. Unter dem Schlagwort der Völkerverständigung waren der Einladung nach Istanbul insgesamt 170 Musiker, Sänger-/innen nebst Angehörigen gefolgt. Gefördert wurde das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, der Stadt Istanbul und dem dortigen Rotary Club. Mit einem Mix aus Oper, Filmmusik und Klassik traten wir gemeinsam mit dem Istanbul European Choir (IEC)in der Caddebostan Music Hall auf, optimal unterstützt von der bestens disponierten Bläsersymphonie Berg. Der Spendenerlös wurde zur Finanzierung von zwei Ultraschallgeräten für eine Istanbuler Kinderklinik verwendet. Das Dirigat teilten sich die künstlerischen Leiter der Ensembles Paul Meiler und Gordian Teupke, darüber hinaus Turgay Hilmi, seines Zeichens türkisch-zypriotischer Kulturattaché, Hornist, Dozent, bzw. – wie auch diesmal – Organisator von musikalischen Großprojekten. An dieser Stelle unseren herzlichsten Dank für den reibungslosen Ablauf und die freundschaftliche Verbundenheit:
Arkadaşımız Turgay'a teşekkürler!
Eine besondere Ehrung erfuhren wir am letzten Tag unserer Reise. Mit einem bunten Programm wurden alle Mitwirkenden im Rahmen eines offiziellen Festakts der Stadt Istanbul mit einer Urkunde zu Kulturbotschaftern der Stadt ernannt. Es versteht sich von selbst, dass diese einen gebührenden Ehrenplatz bei uns gefunden hat.


Gemeinsam mit dem Opern- und Extrachor des Theaters Plauen-Zwickau und den Clara-Schumann-Philharmonikern Plauen-Zwickau führten wir an zwei Tagen die Schöpfung von Haydn aufgeführt haben.

Rom: Die Magie der Ewigen Stadt
Rom ist nicht einfach nur "Freilichtmuseum", unverzichtbarer Bestandteil einer jeglichen Bucket-Liste es ist vielmehr lebendiges Chaos aus 3.000 Jahren Geschichte, ein Zustand, den man aushalten und gleichzeitig lieben muss. Der Mix aus antikem Erbe, hupenden Vespas und dem besten Espresso an der Ecke gab auch uns Chorsänger-/innen seinen ganz speziellen Rhythmus vor. Allerdings waren wir nicht angereist, um in dieser lebendigen Kulisse nur Zuschauer zu sein, vielmehr wollten wir nichts weniger als Teil davon werden. Mit Rossinis "Petite Messe Solennelle" setzten wir nach temperamentvollen Besichtigungstouren unter kompetentem italienischem Kommando und ehrgeizigen Proben in der wunderschönen Basilica dei Santi XII Apostoli schließlich zum "gran finale" an, das all diese Puzzleteile zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügte.
Im Übrigen: Nichts Schöneres, als nach langen, intensiv erlebten Tagen gemütlich bei Pasta und Wein zusammenzusitzen und im Kreis von Freunden den Tag Revue passieren zu lassen …
Ein (fast) perfekter Dreiklang aus Musik, italienischem Lebensgefühl und italienischer Historie
Zusammen mit der Jungen Philharmonie Erlangen waren wir aufgebrochen, um an drei Orten, Perugia, Arezzo und Todi, ein ambitioniertes Programm zum Besten zu geben: Rossinis Stabat Mater, die Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 von Beethoven, Puccinis Requiem für Viola solo, Chor und Orchester sowie jeweils vorneweg die Ukrainische Nationalhymne als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. Nur ein kleiner Wermutstropfen trübte die rosige Planung: Noch einmal holte uns die Pandemie ein, wegen Corona-Infektionen musste so mancher, so manche vorzeitig die Heimreise antreten. Allerdings beeinträchtigte die unfreiwillige Dezimierung unsere Musizierfähigkeit nicht nachhaltig.
Unsere Premiere gestalteten wir im prächtigen, gut besuchten Dom von Perugia. Es war das Auftaktkonzert zum alljährlichen internationalen Musikfestival "Musica dal Mondo". Die Akustik im frisch renovierten Kirchenschiff war gewaltig, trug den Klang jedoch recht eigenwillig, eine Herausforderung für Chor und Orchester. Aber Ende gut, alles gut, davon zeugte der begeisterte Applaus des Publikums.
Als Geburtsort von Guido von Arezzo (dem Erfinder der modernen Notenschrift) betraten wir mit unserem zweiten Auftritt in Arezzo quasi "heiligen Boden". Die Akustik der Chiesa Santa Maria della Pieve verzichtete dankenswerterweise darauf, uns einen Streich zu spielen, was Chor und Orchester für eine perfekte Darbietung in der voll besetzten Kirche nutzten.
Hätte es einen passenderen Ort für das dritte und letzte Konzert geben können als das malerisch über dem Tibertal thronende Städtchen Todi - die "vertikale Schönheit" in der Region Umbrien? Wurde hier doch Jacopone da Todi, Franziskanermönch, Dichter und Autor von "Stabat Mater Dolorosa" geboren, eine der größten lateinischen Hymnen aller Zeiten. Das Konzert in der Cathedrale Santa Maria Annunziata stand – wie die beiden anderen auch – unter dem Titel "Concerto per la pace" (Konzert für den Frieden) und wurde insbesondere von den zahlreich anwesenden Mitgliedern der großen ukrainischen Gemeinde nicht nur frenetisch bejubelt, es floss sogar die ein oder andere Träne.

Gemeinsam mit dem Konzertchor LGV und seinem befreundeten Chor Nova Canto aus Steyr (Österreich) waren wir für eine Woche auf Zypern und haben dort gemeinsam mit dem Kinderchor Cyprus Art Youth Chorus und dem Züricher Orchester AOZ im Amphitheater von Salamis auf Zypern zwei Konzerte aufgeführt.
Auf dem Programm standen:
- Gershwin: Porgy and Bess
- Gershwin: Rapsody in Blue
- Beethoven: 9.Sinfonie
- Türkische Lieder: Al Yemeni und Kibrisim

Musizieren an geschichtsträchtigem Ort
Über die Jahrhunderte hinweg prägt der tiefe spirituelle Frieden des Franz von Assisi die Atmosphäre der kleinen umbrischen Stadt. Sie zieht seit jeher Menschen aller Glaubensrichtungen an, insofern scheint Zeit hier nur eine nachrangige Rolle zu spielen. Natürlich hat der Kommerz auch in den steilen, schmalen, kopfsteingepflasterten Gassen dezenten Einzug gehalten, doch die überaus friedvolle Atmosphäre nahm auch uns vom Chor gefangen.
Mit der "Petite Messe Solennelle", einem der bedeutendsten Alterswerke Gioachino Rossinis, die wir in der Fassung für Soli (heimische Künstler), Chor, Klavier und Harmonium (heimische Künstler) darboten, durften wir in der imposanten Basilika San Francesco auftreten – der Grablegungskirche des Heiligen Franziskus, und vor diesem Hintergrund ganz gewiss eine große Ehre für unseren Chor. Die überwältigende mittelalterliche Architektur, die spektakulären Giotto-Fresken und eine wahrhaft grandiose Akustik lieferten den eindrucksvollen Rahmen für einen stimmigen, perfekt intonierten Auftritt des Philharmonischen Chors.
Wie immer hatten wir auch genügend Zeit zum Sight-Seeing.
Nur 14 Tage nach unserem Besuch ereignete sich in dieser Region ein schweres Erdbeben. Aus Betroffenheit und Verbundenheit mit den Menschen veranstalteten wir am 1.10.2016 ein Benefizkonzert in Nürnberg mit Ausschnitten aus der Rossini-Messe. Der Erlös kam der Unterstützung im Katastrophengebiet zu Gute.
Auf Einladung des CNSO (Chinese National Symphony Orchestra) sind wir nach Peking gereist, wo wir im National Center of the Performing Arts (NCPA) ein Kozert gemeinsam mit dem CNSO und seinem Chor (Chinese National Symphony Orchestra Chorus) sowie seinem Kinderchor.
Auf dem Program standen:
- Xia Guan: „Earth Requiem“ (Sätze 1, 3 und 4)
- Carl Orff: "Carmina Burana"
Solist: H Wangjin (Qiang-Flöte)
Leitung: Muhai Tang (Earth Requiem) und Gordian Teupke (Carmina Buran)
Die Reise dauerte vom 25.5.- 31.5.2015, so dass zusätzlich genug Zeit für Sightseeing vorhanden war. Einige Teilnehmer verlängerten die Reise noch um ein paar Tage in Shanghai.
Als Gegeneinladung ist der CNSO Choir im Oktober zu uns nach Nürnberg gekommen, wo wir das gleiche Programm aufgeführt haben.
Weliki Nowgorod: Die Wiege der russischen Demokratie
Weliki Nowgorod nimmt in der russischen Geschichte eine Sonderrolle ein. Im Gegensatz zu anderen Fürstentümern, die autokratisch regiert wurden, tanzte Nowgorod vom 12. bis 15. Jahrhundert mutig aus der Reihe, indem es mit der Herrschaft der "Wetsche" (Volksversammlung) eine Vorform demokratisch-republikanischer Herrschaft etablierte. Als Zentrum der Hanse war es überdies über Jahrhunderte ein Ort des Austausches mit Europa und insofern prädestiniert für ein Projekt, das als kulturelle Symbiose gelten wollte.
Am Pfingstwochenende 2014 machten wir uns zusammen mit dem KölnChor auf den Weg an den Ilmensee, um im Rahmen des örtlichen Open-Air-Festivals Paul McCartneys Oratorium „Ecce Cor Meum“, unterstützt von Orchester und Kinderchor aus Novgorod, aufzuführen. Unser Konzert, das eigentlich als Freilichtveranstaltung geplant war, wurde aufgrund der instabilen Wetterlage kurzerhand in den Saal der Nowgoroder Gebietsphilharmonie verlegt. Der Begeisterung des Publikums tat dies allerdings keinen Abbruch.
Uns ist besonders das herzliche Entgegenkommen der Menschen vor Ort in Erinnerung geblieben, die sich von der in den Nachrichtenzyklen bereits vorherrschenden kühlen Stimmung unbeeindruckt zeigten. Denn gerade zwischen Deutschland und Russland gibt es trotz aller historischen Brüche tief verwurzelte kulturelle Anknüpfungspunkte, und es bestätigte sich die Erkenntnis, dass die menschliche Ebene über Politik und Handel hinaus bestens funktioniert und man trotz aller Barrieren miteinander reden und feiern kann.
Unser Partnerchor, der KölnChor, hatte uns eingeladen, mit Ihnen nach Kaunas zu reisen, um dort zwei Konzerte aufzuführen. Die Konzerte wurden im Rahmen des 17. Pažaislis Musik Festivals aufgeführt, das dort alljährlich von Anfang Juni bis Ende August stattfindet und insgesamt 35 Konzerte an unterschiedlichen Orten in und um Kaunas umfasst.
Das erste Konzert war ein a-capella-Konzert mit den folgenden Werken:
- Kyrie (aus Missa Brevis) von Palestrina,
- Cantate Domino von Hassler,
- Exsultate Deo von Scarlatti,
- 3 Strophen aus Jesu meine Freude von Bach,
- Jauchzet dem Herrn (Psalm 100) von Mendelssohn-Bartholdy,
- Locus iste von Bruckner,
- Lobet den Herren von Distler
- Ave verum corpus von Mozart (mit Orgel)
Im zweiten Konzert wurde das "Ecce cor meum" von Paul Mc Cartney unter der Leitung von Jury Serov aufgeführt. Wir wurden unterstützt vom Kaunas State Choir, dem besten Profi-Chor Litauens, und wurden begleitet vom Kaunas City Symphony Orchestra.
Mit insgesamt 80 Sängern und 20 Begleitern begab sich der Philharmonische Chor am 19. April 2011 auf eine einwöchige Reise ins ferne St. Petersburg, um dort, gemeinsam mit seinem Partnerchor, dem KölnChor, die russische Erstaufführung des Oratoriums „Ecce Cor Meum“ von Sir Paul McCartney anzubieten.
Ein ausverkaufter Konzertsaal der Academic Glinka Capella in St. Petersburg, einem Geheimtipp für Aufführungsorte mit anspruchsvoller Chormusik, direkt an der Moika im Zentrum St. Petersburgs gelegen, war uns für dieses Werk sicher. Der wunderschöne historische Konzertsaal ist benannt nach dem berühmten russischen Komponisten Mikhail Glinka (1804-1857). Es begleitete uns das Symphonieorchester St. Petersburg und es sang mit uns der berühmte Knabenchor St. Petersburg. Die Gesamtleitung hatte der bekannte russische Dirigent Edvard Serov. Ein Wermutstropfen begleitete diese Aufführung, da Edvard Serov, bereits weit über 70 Jahre alt, zum Schlussapplaus unglücklich vom Podium stürzte, sehr zu unser aller Schrecken und auch dem des Publikums. Glücklicherweise hat er sich von diesem Schock in den folgenden Tagen wieder erholt. Wir wünschen ihm weiter gute Genesung und bedanken uns für die künstlerisch wertvolle Zusammenarbeit!
In den sieben sonnigen Tagen unseres Aufenthalts (bei gefühlten 20 Grad) haben wir aber auch einige der sonstigen kulturellen und historischen Schönheiten dieser Millionenmetropole an der Newa kennengelernt. An den schier endlosen Schätzen und Palästen aus der Zarenzeit kann man sich wochenlang erfreuen und so konnten wir in den paar Tagen nur kleine Teile dieses wundervollen Angebots nutzen. Aber immerhin standen die Eremitage, Katharinenpalast mit Bernsteinzimmer, Peter und Paul Festung, Isaak- und Kazan-Kathedrale, Erlöserkirche, Yusupov Palast und Palast Pawlowsk, um nur einige Highlights zu nennen, auf unserem Programm, zu Fuß, in Bussen und mit der Metro. Auch eine Bootsfahrt auf den Kanälen Mojka und Fontanka war dabei, um uns eine andere Perspektive auf die nach dem Muster Amsterdams angelegte Stadt zu verschaffen. Gar nicht so einfach alles das zu organisieren für insgesamt 160 Teilnehmer, aber es klappte prima, dank umsichtiger Organisation der beiden Vorstandschaften, vor und während dieser Reise (nicht zu vergessen Flüge, Visa und Unterkunft für so viele Menschen zu besorgen)! Da hat man sich dann auch mal eine Ruhepause in einem der schönen Cafes am Newski-Prospekt, der zentralen Prachtstraße St. Petersburgs, verdient.
Alle sind wieder gesund heimgekehrt, ein wenig erschöpft zwar, aber dennoch denken wir mit Wehmut an die schönen Tage in St. Petersburg zurück.

Im Rahmen des Musikfestes Chioggia führten wir in zwei Konzerten die Messe solennelle von Gioacchino Rossini auf.
Im Rahmen des Internationalen Festivals Musica Mallorca führten wir im Teatre Principal de Palma ein Galakonzert mit Gioacchino Rossini auf:
- Stabat Mater
- Opernarien
- Duette
- Ouvertüren
Außerdem führten wir ein a cappella-Konzert in der Kathedrale zu Palma auf.

An Pfingsten reisten wir für eine Woche nach Rom, wo wir in der Chiesa di S.Paolo entro le Mura die Carmina Burana von Carl Orff aufführten.
Außerdem gestalteten wir im Petersdom eine Messe mit a capella-Gesängen.
Natürlich hatten wir auch genug Zeit und Gelegenheit für Sight-seeing, allerdings mit eigens gecharterten Bussen, da unser Doppeldecker-Bus während der Hinfahrt eine Panne hatte.
2005 sind wir nach Lecco gefahren.
Auf dem Programm stand Rossinis "Petite Messe
Solennelle".








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